Bolivien: Unruhen nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Präsidentenwahl

Am 20. Oktober 2019 sind die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen durchgeführt worden. Die politischen Spannungen sind hoch. Landesweit kommt es zu Demonstrationen und Strassenblockaden. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten verschiedener Lager sowie zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften kommen vor.

Streiks, Demonstrationen und Gewaltausbrüche sind auch bei und nach Bekanntgabe der Wahlresultate im ganzen Land wahrscheinlich.

Verfolgen Sie vor und während der Reise die Entwicklung der Lage in den Medien und meiden Sie Massenveranstaltungen und Kundgebungen jeder Art. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren).

Stand 29. Oktober 2019, Quelle EDA

Die nationale Wahlbehörde Boliviens hat am Abend des 21. Oktober bekannt gegeben, dass der amtierende Präsident Evo Morales bei den Präsidentschaftswahlen am 20. Oktober bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt wurde. Nach ersten Trends am Abend des Wahltags hatte die Behörde noch angekündigt, dass das Wahlergebnis eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten erforderlich mache.

Nach Bekanntwerden der Entscheidung der Wahlbehörde rief der unterlegene Kandidat Carlos Mesa seine Anhänger zu Demonstrationen und Protesten auf. Insbesondere in Santa Cruz, einer Hochburg der Opposition, aber auch in Sucre und vor dem Sitz der Wahlbehörde in La Paz ist es in der Nacht zum 22. Oktober zu schweren Ausschreitungen gekommen. Eine rasche Lageberuhigung ist derzeit nicht in Sicht.

Das Auswärtige Amt informiert in seinem am Nachmittag des 22. Oktober aktualisierten Sicherheitshinweis über die teils gewaltsamen Proteste und Ausschreitungen im Nachgang der Wahlen und fordert zu erhöhter Vorsicht und zum weiträumigen Meiden von Protesten und Straßenblockaden auf.

Stand 24.Oktober, Quelle EDA

Fahrverbot während den Wahlen am 20. Oktober

Die für den 27. Oktober 2019 geplanten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen sind auf den 20. Oktober 2019 verschoben worden. Im Vorfeld dieser Wahlen nehmen die politischen Spannungen zu. Bis zur Bekanntgabe der Wahlresultate muss landesweit mit Demonstrationen und Strassenblockaden gerechnet werden. Gewaltsame Zusammenstösse mit den Sicherheitskräften können dabei nicht ausgeschlossen werden.

Demonstrationen und Gewaltausbrüche sind auch nach Bekanntgabe der Wahlresultate im ganzen Land möglich.

Am Wahltag gilt landesweit ein allgemeines Fahrverbot und Inlandflüge werden eingestellt. Autofahrten sind nur mit einer Spezialbewilligung erlaubt. Eine solche wird einigen Taxiunternehmen für Fahrten von und zu internationalen Flughäfen erteilt.

Verfolgen Sie vor und während der Reise die Entwicklung der Lage in den Medien und meiden Sie Massenveranstaltungen und Kundgebungen jeder Art. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Stand 20. Juli, Quelle EDA

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